Moin an alle,
Frieda, meine 18 Monate alte Labrador-Australian-Shephard-Deutsch-Drahthaar-Mix Hündin (kastriert) hat merkwürdige Krankheitsschübe; aber der Reihe nach.
Als Welpe hat sie sich ganz normal entwickelt,....geschätzt hätte sie ein Endgewicht von ca. 25Kg erreichen müssen.....zumindest haben Ihre 5 Schwestern 23-28Kg erreicht, die 6 Brüder bis zu 36Kg. Frieda´s Wachstum verlangsamte sich aber ab dem 6. Monat und sie hat im Endeffekt "nur" 18,7Kg erreicht. Das ist per se nicht tragisch, sie war ja bis dato gesund.
Einzige Auffälligkeit: mit ca. 3-4 Monaten hat sie mal eine Woche vermehrt Urin abgesetzt und erhöhtes Eiweiß gehabt....das ging aber von allein weg und kann auch eine normale Blasenentzündung/-reizung gewesen sein....aber vlt auch ein Teil des kommenden Krankheitsbildes:
Vor 2 Monaten kamen wir von einer langen Morgenrunde, Frieda war munter und agil wie immer, hat sich nach dem Fressen hingelegt .....und kam dann kaum noch hoch, fing an zu taumeln wie nach einer Narkose.....und war auf einen Schlag inkontinent. Erster Gedanke: Schlaganfall. Dem war aber nicht so.
Wir sind sofort zum Tierarzt: Puls stark verlangsamt, alle Blutwerte normal, nur CRP 9,5-fach erhöht. Im Ulstraschall alles unauffällig. Verdacht auf Autoimmunerkrankung.....wie immer, wenn keine genaue Ursache festgestellt werden kann. Sie hat dann erstmal eine Infusion und hochdosiert Kortison gespritzt bekommen.
Es ging ihr recht schnell besser und wir haben das Kortison ausgeschlichen. 2 Wochen später das gleich Spiel, nur heftiger. Nochmal Blut abgenommen und im Labor auf alle möglichen, durch Zecken übertragbare Krankheiten untersuchen lassen: alles negativ. CRP wieder erhöht.
Die Tierärztin hat den Fall dann im Konsil diskutiert und 3 Neurologen haben unabhängig voneinander auf SRMA getippt. Also wäre Kortison demnach auch das MIttel der Wahl.
Nochmal Kortison, dieses mal etwas höher und langsamer ausschleichen lassen.....bei 15mg/Tag (immer noch recht hoch für einen 19Kg-Hund) ging es von jetzt auf gleich wieder los.
Also Kortison 1 Woche auf 40mg, dann auf 30mg.....und schon wieder leichte Inkontinenz und unwohlsein. Der ehemals superagile, 18 Monate alte Hund bewegt sich wie mit 16 Jahren, schaut nur noch traurig, lässt die Ohren hängen und zieht den Schwanz ein......Ihr Leid ist nur schwer zu ertragen.
Mein Bauch sagt mir, das muss etwas anderes sein, aber wen bzw. welchen Tierarzt man auch fragt: alle zucken mit den Schultern.
Meine Hoffnung ruht jetzt auf dem Schwarmwissen der Community. Hat irgendjemand von Euch schon mal so etwas gehört oder mit seinem Hund durchgemacht?
Ich bin offen für alles, klammere mich an jeden Strohhalm.....